Theaterwesen in St. Martin i.I.

Die Kunst des Theaterspielens ist in St. Martin schon traditionell, schon in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts (Anm. 1890er Jahre) kam es zur Gründung der Dilettantengesellschaft. Anfangs wurden unter Leitung von Frau Rachbauer zum Beispiel "Der Bergschreck", "Familie Schneck" und "Der Loder" aufgeführt. Für jede Aufführung erhielten damals die Spieler eine Jause und dazu gab es für die Frauen 1/4 Liter Wein und für die Männer 1 Liter Bier. 1910 wurde "Der Goldbauer" aufgeführt.

Nach dem ersten Weltkrieg spielte man unter der Leitung von Oberlehrer Josef Schock u.a. Stücke wie "Die Wildkatz vom Hollergrund", "Kreuz am Wildsee", "Das Kreuz im Altmühltal".

Werke wie "Der siebte Bua" (1924), "Der Ehestreik" (1925), "Mutterliebe" (1927), weiters das vom St. Martiner Karl Max geschriebene Stück "Wie der Franz Stelzhamer wieder heimgefunden hat" (1928) gelangten zur Aufführung.

1932 wurde unter der Leitung von Pfarrer Spannlang " 's Trauringerl" gespielt.

1941 spielte man unter Karl Goidinger wieder "Die Wildkatz vom Hollergrund".

Diese Tradition wurde später von der Theatergruppe der Katholischen Landjugend fortgesetzt.

(entnommen aus "St. Martin im Innkreis" von der Marktgemeinde St. Martin i.I. (Hrsg.), 1984

Am 05.02. 1988 etablierte sich das Theaterspielen zu einem eigenständigen Verein, der unter der Leitung von Johann Wagenleitner geführt wurde.

Bis heute veranstaltet der Verein fast jährlich eine Theateraufführung und wirkt aktiv bei anderen Kulturveranstaltungen mit.